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Praktische Erklärungen zur Meditation Teil 2


Zum Sitzen brauchst du ein bequemes Kissen. Die Augen sollten nicht zu Fest geschlossen sein, sonst schläfst du womöglich ein. Atme sanft und ruhig, ohne ein Geräusch zu machen, ohne Anstrengung und ohne Pausen. Atme ruhig ein und aus, ohne jeder Stockung am besten durch die Nase. Du darfst auch sitzend auf einem Stuhl oder einem Sofa meditieren. Aber: meditiere nie im Liegen. Denke daran, dass dein Rücken immer aufgerichtet sein muss, ansonsten kann die Energie nicht fliessen. 

Hier ist die Bahn, die die Energie bei einer Meditation durchläuft: von oben nach unten, durch den Kopf runter bis zum Steissbein, danach von unten nach oben, vom Steissbein durch die Beine, über die Geschlechtsorgane, Bauch, Herz, Hals und Schultern, beide Gesichtshälften, Stirn bis die Energie wieder über der Schädeldecke ausbricht, wo sie gereinigt wird. 
Eine Meditation sollte immer mit den Gedanken über Gleichmut begonnen werden. Diese Gleichmut, auf alle Personen gerichtet, egal ob gut oder schlecht, lieb oder böse, öffnet das Herz, was enorm wichtig ist, weil sich im Herz das Zentrum der körperlichen und geistigen Energie befindet. Denke also daran, dass all diese Menschen genauso wie du wieder geboren wurden und sich ernsthaft wünschen, in diesem Leben Glück zu erfahren. Richte deine Liebe, dein Mitgefühl nicht an jemand bestimmtes, sondern an die unendliche Anzahl von Menschen. Sei möglichst unparteiisch und denke daran, wie vergänglich alles im Leben ist. Erinnere dich daran, dass auch dein bester Freund sich in einer bestimmten Situation als dein schlimmster Feind erweisen kann, und dass auch ein Feind im Laufe des Lebens dir womöglich helfen und zu deinem Freund werden könnte. Sollte es aber doch eine Person geben, die sich wie eine Zecke in deiner Seele festgesetzt hat und dir das Leben vergiftet, denke an sie, verzeihe DIR (nicht dieser Person), verzeihe dir, dass du dieser Person gegenüber kein Mitgefühl aufbringen kannst und schicke sie oder ihn in Gedanken für immer fort.

Sollte deine Meditation richtig verlaufen, wirst du Visionen sehen. Am Anfang können die Visionen eher den Albträumen gleichen, du wirst Dinge sehen, die dein Geist verunreinigt haben, wie schlechte Erinnerungen, Ängste, Menschen, die dich verletzt haben usw. Du wirst mehrere Stufen der Reinigung durchstehen, der Anfang wird schwer sein, denn du wirst mit dir selbst konfrontiert. Und keine Angst ist so gross, wie vor dem eigenen Ich. 


Je mehr bzw. öfter du meditierst, desto mehr wird dein Geist gereinigt, die dunklen Farben werden verschwinden und an ihre Stelle kommen die hellen, fröhlichen Farben. Die Visionen werden idyllisch, spirituell. 


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1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für den tollen Eintrag. ;-)
    In meinem Kurs bei meditieren lernen Bern habe ich auch bereits auf eine ähnliche Weise meditiert und kann nur bestätigen, was hier steht. Der Gedanke an Ruhe und Gleichmut treibt mich dabei wirklich voran. Ebenfalls habe ich bei meditieren lernen Bern schon ein mal eine der besagten Visionen erhalten, wirklich klasse!

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